Über die Autorin und über die Fotografin

Stefanie von Wietersheim | Autorin

„Die Welt bereisen und Geschichten erzählen – der schönste Beruf.“

Stefanie von WietersheimStefanie von Wietersheim studierte an den Universitäten Passau und Tours „Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien“, absolvierte ein Zeitungsvolontariat bei der „Passauer Neuen Presse“ und arbeitete anschließend als Freie Journalistin für Magazine, Filmproduktion und Zeitungen, u. a. für SZ, AZ, Gault Millau Magazin, Brigitte von Boch LIVING. Sieben Jahre lebte Stefanie von Wietersheim als Autorin in Paris und Toulouse und geht heute von ihrem Zuhause am Land in Niedersachsen auf Reportage.

Die Refugien-Idee und wie ein Buch daraus wurde

Als schreibende und lesende Frau, für die Virginia Woolfs berühmtes „Eigenes Zimmer“ Dreh- und Angelpunkt des kreativen Lebens ist, wollte ich unbedingt zeigen, wie es andere Frauen machen. Mit dem Rückzug von den Rollen als Mutter, Ehefrau, Businesswoman, Freundin und Tochter.

Wie halten es Frauen im 21. Jahrhundert mit dem Alleinsein und Sich-Absetzen, können sie in andere Welten eintauchen in einer selbst geschaffenen Umgebung? Haben Frauen heute überhaupt ein eigenes Zimmer? Wie sieht es aus? Was tun sie dort? Müssen sie es verteidigen? Wie hat sich der private Raum für Frauen in der Geschichte entwickelt? Ist ein eigenes Zimmer immer noch ein Privileg einer Elite oder hat es sich demokratisiert?

Stefanie von WietersheimOb opulent, minimalistisch, budget-schonend oder luxuriös: das Schaffen eines Refugiums für sich erschien mir während der Produktion immer mehr als ein typisch weibliches Thema. Das Verschönern, Auspolstern, Anmalen, Umgestalten, für das Frauen so viel Energie, Zeit und Geld verwenden – übrigens auch mit ihrem Körper. Für mich gehören Körper, Persönlichkeit und die Umgebung zusammen. Und ich finde, das sieht man auch in den Bildstrecken des Buches. Claudia von Boch hatte die Idee, nicht nur Porträts der Frauen zu inszenieren, sondern auch ihre Hände zu fotografieren. Um sich der Person über den Körper zu nähern. Ungeschminkt.

Bücher von Stefanie von Wietersheim

Claudia von Boch | Fotografin

„Muße haben, die Zeit anhalten – das ist für mich der ideale Zustand für das Auftauchen von neuen Ideen, von neuen Bildern.“

Claudia von BochNach dem Studium an der Neuen Münchner Schauspielschule hatte Claudia von Boch an verschiedenen deutschen Bühnen Engagements. 1987 begann ihre fotografische Laufbahn in den USA und seitdem ist sie als freischaffende Fotografin für Lifestylemagazine tätig. Claudia von Boch fotografiert Gärten, Interiors und Reiseberichte. Veröffentlichungen: u.a. in „Brigitte von Boch Living“, NZZ Folio, Living & More / Country Living, Heritage. Mit ihrer Tochter lebt sie bei Frankfurt / Main.

Über die Arbeit am Buch – Fotomotiv Hände

Die Idee, die Hände jeder Frau zu fotografieren, hatte ich erst nachdem wir schon einige Frauen besucht hatten. Die Hände sind für mich das „Markenzeichen “ jeder Frau, ein individueller Stempel, ganz unverfälscht. Wir haben damit gespielt, wie beispielsweise bei Elvira Bach, die sich die Fingernägel mit einem dicken Malerpinsel anmalte, das gefiel mir besonders gut, oder Nadja Michael, die sich die Haare „rauft“. Bei Nina Ruge, deren Refugium von einem Olivenhain umgeben ist, fanden wir erst nach langem Suchen endlich einen kleinen Zweig mit Früchten, da diese am Tag zuvor gerade geerntet worden waren.

Claudia von BochDie Hände von Stefanie Harig wollte ich zusammen mit einem Koi fotografieren, da sie zu ihren Fischen eine ganz besondere Beziehung hat. Es war gar nicht so einfach, den optimalen Koi vor die „Linse“ zu bekommen, da sie sich zu mehreren mit großer Geschwindigkeit auf das Futter in der Hand stürzten und sofort wieder wegtauchten.

Das Pferd von Frau Linsenhoff hingegen ließ sich von meiner Kamera nicht aus der Ruhe bringen und wartete geduldig bis wir die Hände im Kasten hatten.

Bücher von Claudia von Boch

Gartenvergnügen: Wohnen & genießen im Garten, Callwey Verlag

Kontakt

Wenn Sie mit der Autorin oder der Fotografin in Kontakt treten wollen, dann schreiben Sie an Andreas Hagenkord, Pressesprecher des Callwey Verlags: a.hagenkord@callwey.de. Er leitet die Fragen gerne weiter.

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